Dienstag, 20. Juni 2017

Moderne Umgangsformen - Business Etikette: Fingerfood & Co.

Moderne Umgangsformen - Business Etikette: Fingerfood & Co.: Liebe Leserin, lieber Leser, ich hoffe, Ihnen allen macht die sommerliche große Hitze nicht all zu viel zu schaffen. Bei mir steht der Ven...

Fingerfood & Co.

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich hoffe, Ihnen allen macht die sommerliche große Hitze nicht all zu viel zu schaffen. Bei mir steht der Ventilator im Büro und kühle Getränke erfrischen. Genießen Sie auch die lauen Sommerabende auf der Terrasse oder generell im Freien, bei guten Speisen und Getränken?

Heute widme ich mich dem  sinnlichen Thema des guten Speisens. Heute dreht sich einmal alles um das "Fingerfood".
Vielen verschlägt es der Atem, wenn Fingerfood auf einer geschäftlichen Veranstaltung gereicht wird.  Gedanken wie "ach, wie esse ich das denn nur ohne mich zu blamieren", "hoffentlich mache ich mir die Kleidung nicht schmutzig", kommen bei dem einen oder anderen auf. Aber dabei ist das Verspeisen von Fingerfood doch sehr einfach.

Beim Stehempfang
Gibt es auf einem Empfang Häppchen, aber keine Teller, so nehmen Sie sich eine Serviette zu Hilfe. . Mit der Serviette reinigen Sie  dann auch Ihre Finger. Sind kleine Teller vorhanden, so nutzen Sie diese, um die Häppchen abzulegen. Versuchen Sie, einen Platz an einem Stehtisch zu ergattern, dann ist das alles ja gar kein Problem mehr. Ihr Glas mit dem Getränk und  den Teller legen Sie dort ab. Und Vorteile hat der Stehtisch neben einer Ablagemöglichkeit auch noch: Sie kommen schnell mit anderen ins (kleine) Gespräch und können andere Gäste mit Ihrer Hand begrüßen.

Im Laufe der letzten Jahre haben sich die Speisen beim Stehempfang etwas verändert: Kleine Verraines (Gläschen) mit kleinen Speisen gefüllt, kitzeln den Gaumen. Aber auch kleine Gourmetlöffel oder Gäbelchen mit allerlei Köstlichkeiten sind zu finden. Diese wiederum haben den Vorteil, die Speise nicht in die Hand zu nehmen und sich somit nicht zu bekleckern.

Fingerfood bei Tisch:  Riesengarnelen & Co.

Ein Zeichen, dass Sie die entsprechende Speise auch mit der Hand essen können, ist die Fingerbowle, die Ihnen der Service des Restaurants serviert. So können Sie getrost auch ohne Messer und Gabel die Meeresfrüchte genießen.
Sollten Sie Gastgeber sein und beispielsweise Riesengarnelen (Prawns) bestellen, so vereinbaren Sie mit der Küche des Restaurants, diese vom Darm zu befreien, am oberen Panzer etwas aufzuschneiden. So hat es der Gast einfacher beim Essen. Drehen Sie den Kopf der Garnele ab, drehen Sie den Schwanz der Garnele ab und befreien Sie diese vom restlichen Panzer. Dann heißt es "guten Appetit".

Achtung: Hähnchen & Co. essen Sie im Restaurant bitte mit dem Besteck. Nur in rustikaler Atmosphäre sei es Ihnen gegönnt, diese Speisen mit den Fingern zu essen. Dann sollten Ihnen aber auch sogleich Zitronentüchlein o.ä. zur Säuberung vorgelegt werden.

Ich wünsche Ihnen nun noch einen schönen Nachmittag und einen schönen lauwarmen Abend.

Herzliche Grüße und bis demnächst
Bleiben Sie inspiriert

Ihre Karin Schleines






Sonntag, 11. Juni 2017

Moderne Umgangsformen - Business Etikette: 12 Uhr, die Sonne lacht

Moderne Umgangsformen - Business Etikette: 12 Uhr, die Sonne lacht: Liebe Leserin, lieber Leser, jetzt ist der Sommer gekommen, den wir uns so sehr herbeigesehnt hatten. Und jetzt ist er mit all seinen F...

12 Uhr, die Sonne lacht

Liebe Leserin, lieber Leser,

jetzt ist der Sommer gekommen, den wir uns so sehr herbeigesehnt hatten.
Und jetzt ist er mit all seinen Facetten da: Mit viel Sonne, Hitze, aber auch  mit Gewittern, Hagelschauern, und anderen Unwetterarten.
Wie war denn das Wetter heute bei Ihnen? Wir hatten Sonnenschein, bei ca. 30 Grad Celsius. Und dennoch hatte ich mich auf dem Tennisplatz körperlich ertüchtigt, trotz Hitze. Der Platz war schattig, und es ging etwas Wind.
Morgen gehts wieder ran an die Arbeit.  Geht es Ihnen  auch so, dass Sie sich fragen, was man denn an Kleidung  für die Sommertage herauslegen könnte? Dress Codes gelten nun einmal das ganze Jahr über, machen keine Pause. 
Wir können uns kleidungstechnisch an jedes Wetter anpassen. Im Folgenden stelle ich Ihnen einige Fragen von Kunden und Lesern des Blogs rund um das Thema Geschäftskleidung bei Hitze vor.  Und selbstverständlich bekommen Sie hier auch meine Antworten.

Muss ich als Herr langärmlige Hemden bei größter Hitze tragen?
Beim Dresscode "Business" wird erwartet, dass der Herr ein langärmliges Hemd trägt.
Es gibt aber Unternehmen, die, wenn es sehr heiß wird, den Dresscode etwas lockern, in dem sie den männlichen Mitarbeitern gestatten, auch kurzärmelige Hemden zu tragen. Fragen Sie diesbezüglich bei Ihnen im Betrieb nach. In einigen Firmen wird der Dresscode auf  "Business Casual" heruntergesetzt.

Kann ich denn auch mal Flipflops im Büro tragen, wenn es so heiß ist?
Auch wenn diese noch so angenehm sind, im Berufsleben haben Flipflops nichts zu suchen.  Diese sind am Strand und im Schwimmbad optimal, allerdings nicht auf der Arbeit. 

Gibt es denn bei großer Hitze die Möglichkeit, ein Shirt mit Spaghettiträgern zu tragen?
Generell sind in den klassischen Branchen Shirts mit Spaghettiträgern tabu. Sollte es sehr heiß sein, und es die Situation und Ihre Funktion erlauben, könnten Sie zu Ihrem Business-Outfit ein schickes Shirt tragen, allerdings ohne Spaghettiträger, sondern mit normalen Ärmeln. Sollte es offiziell werden, so ziehen Sie Ihren Blazer einfach drüber. Übrigens: Es gibt schöne Sommerstoffe, die das Tragen der Kleidung erträglicher machen.

Hilfe, ich habe einen hochoffiziellen Termin, darf ich auf Strümpfe beim Etui-Kleid bei 30 Grad im Schatten verzichten?
Je offizieller eine Situation, desto formaler die Kleidung. Das heißt, in hochoffiziellen Situationen sollten Sie Nylonstrümpfe / Perlonstrümpfe zum  Etui-Kleid tragen. Aber keine Bange: Nehmen Sie Strümpfe mit einer niedrigen DEN.  Und sollten Sie zu Ihrem Termin eine Fahrt vor sich haben, so nehmen Sie  zur Erfrischung ein kühlendes Thermalspray oder Eisspray mit. Diese Sprays kann man auch mal über die Strümpfe feinneblig sprühen.

Muss ich die Sonnenbrille beim Begrüßen abnehmen?
Beim Begrüßen möchte Ihr Gegenüber Ihnen in die Augen sehen können. Daher empfehle ich Ihnen, beim Begrüßen die Sonnenbrille abzunehmen.


Sie haben weitere Fragen zum Thema? Gerne beantworte ich Ihnen diese hier.

Ich wünsche Ihnen nunmehr einen guten Start in die neue Woche.

Bleiben Sie mir inspiriert.

Herzliche Grüße

Karin Schleines

Montag, 15. Mai 2017

Smalltalk im Mai: Die Eisheiligen

Liebe Leserin, lieber Leser,

jetzt haben wir schon Mitte Mai, und ich freue mich, dass sich das Wetter endlich mal wendet und es warm wird. Am Wochenende hatten wir in Wiesbaden um die 22 Grad, allerdings schwenkte das Wetter um in Regen und Gewitter.
Aufgrund der Kälte Anfang Mai hatte ich mich denn schon gefragt, ob das denn schon die "Eisheiligen" gewesen waren.  Laut meinen Informationen sollten wettermäßig in der Zeit vom 11. bis 15. Mai des Jahres die Eisheiligen vorbeikommen. Und zwar am  11. Mai Mamertus, am 12. Mai Pankratius, am 13. Mai: Servatius, am 14. Mai Bonifatius und heute, am 15. Mai, die Sophie. Und nach der Bauernregel soll dann endlich das Wetter nach dem Vorbeziehen der "Kalt Sophie", wie wir hier sagen, stabil bleiben.
Ich wünsche es uns sehr. Aktuell scheint bei uns die Sonne, es ist trocken.

Ich wünsche Ihnen noch einen erfolgreichen und wettermäßig schönen Montag.

Herzliche Grüße

Karin Schleines

Donnerstag, 6. April 2017

Der Ton macht die Musik

Liebe Leser,

vor einer Woche war ich bei uns im Theater gewesen. Diesmal war ich nicht im Singspiel, auch nicht im Schauspiel, sondern im Kabarett. Ein wunderbarer humorvoller Abend, der den Alltag mit all seinen Facetten ausgeblendet hatte. Der Kabarettist konnte auch wunderbar singen und Klavierspielen. Die Stimme des Vortragenden und der Klang des Flügels zu den selbst kreierten und gesungenen Liedern hat uns alle ja quasi mitgerissen. Mein Nachbar schmunzelte und sagte sogleich "Der Ton macht die Musik". Und das stimmt im wahrsten Sinne des Wortes.

Wenn ein Instrument nicht korrekt gespielt wird, dann hört sich das gespielte Stück nicht optimal an und die Stimmung und Atmosphäre kann sich durch schräge Geräusche dann auch zum Negativen verändern, mit dem Ergebnis, die Leute applaudieren weniger bzw. rufen keine Zugabe.
So ist es auch in unserem Alltagsleben. Nur mit einem guten Ton, einer  respektvollen Kommunikation schaffen wir eine gute (Arbeits)Atmosphäre. Seminare und Verhandlungen verlaufen dann viel effektiver und erfolgreicher. Wir können aus der Art der Kommunikation, sei es verbal oder nonverbal, sogar erkennen, wie und ob unser Gegenüber uns achtet: Ist man uns gewogen, oder nicht? Möchte man auf Augenhöhe sein ? Ein schroffer Ton, eine schwammige Formulierung,  eine abwertende Handbewegung  reichen schon aus, um so einiges zu erkennen.

Ich persönlich verhalte mich so, wie ich von anderen behandelt werden möchte: Mir ist ein respektvoller Umgang miteinander wichtig, unabhängig davon, ob ich Kunde oder Geschäftspartner, Mitarbeiter oder Chef bin, unabhängig davon, wo ich mich befinde - im privaten Bereich oder im Geschäft. Wertschätzende Kommunikation bedeutet  Missverständnisse zu vermeiden. Selbst das kleinste Missverständnis kann größere Folgen mit sich ziehen, die möglicherweise überhaupt nicht gewollt gewesen sind. Es heißt für mich, im Team zu informieren, so dass jeder auf dem selben Sachstand ist, so dass man in einer bestimmten Situation möglicherweise nicht vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Vor allem sollten Dinge direkt und sofort geklärt werden. Und geklärte Sachverhalte sollten nicht nochmals 6 Monate später auf den Tisch kommen bzw. aufgewärmt werden.  Da denke ich immer an die Worte meines meines Vaters, der immer sagte: "Abgehakt ist abgehakt".

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen noch einen wertschätzenden kommunikationsreichen Freitag. Und wenn Sie ein Konzert besuchen, wünsche ich Ihnen nur wunderschöne Klänge für Ihre Ohren.

Herzlichst
Ihre
Karin Schleines

Mittwoch, 5. April 2017

Wie verbindlich ist verbindlich heutzutage?


Liebe Leser,

ich hoffe, Sie haben einen guten Start in den Frühling gehabt. Die Wiese bei uns im Garten ist voller Primeln und es sieht alles sehr bunt und schön aus. Die Tage werden länger und man kann abends doch noch einiges tun, Sport treiben, oder sich mit Gleichgesinnten in einem schönen Lokal treffen, sei es privat oder auch geschäftlich, z. B. bei einem After Work Treffen.

Ich erzähle Ihnen eine kleine Begebenheit:  Ich hatte bereits im Januar des Jahres einen After Work Abend organisiert, und ihn beworben. Bei meinen "After Work Business Gesprächen", wie ich sie immer nenne, gibt es keine Teilnahmegebühr, Speisen und Getränke im Lokal bezahlt sich jeder selbst. Ich hatte um eine verbindliche Anmeldung gebeten. Nun: Die Maximalteilnehmerzahl von maximal 12 Personen ist erreicht worden, und den Tisch hatte ich sogleich in einer schönen Lokation reserviert, den Teilnehmern die Örtlichkeit notiert, und sogar noch zweimal an unser Treffen erinnert, die letzte Erinnerung war 1 Tag davor. 1 Tag vor meiner kleinen Veranstaltung hatte dann jemand abgesagt, ok, das hatte ich dann dem Restaurant gemeldet.

Der After Work Abend

Schließlich ist der Abend gekommen. Wir hatten eine sehr schöne Runde, aber eine  kleine Runde, die ich nicht erwartet habe: 6 Personen von 11, die zugesagt haben, sind leider nicht erschienen, ein potenzieller Teilnehmer hatte sich einen Tag später nochmals bei mir gemeldet, alle anderen Nichtanwesenden haben mich weder im Vorfeld noch im Nachgang kontaktiert  Mir war es dem Restaurant gegenüber sehr unangenehm, da ich für eine größere Personenzahl reserviert hatte. Gott sei Dank, hat es keine Probleme mit dem Restaurant gegeben. Dennoch fand ich es mir als Organisatorin gegenüber und dem Restaurant gegenüber nicht fair, im Unklaren gelassen zu werden, ob jemand kommt oder nicht kommt. Gewiss, es kann immer etwas dazwischen kommen, dann melde ich mich am Tag danach, wie es auch ein Teilnehmer  getan hatte.

Was ist denn nun Verbindlichkeit heute?

Für mich heißt Verbindlichkeit: Klarheit und  Termintreue.  Es heißt  auch, dass ich absage, wenn ich weiß, dass ich an einer Veranstaltung nicht teilnehmen werde, schon allein im Hinblick auf die organisatorischen Bemühungen des Gastgebers. Das gehört einfach zum guten Ton.  Und wenn es an dem besagten Tag aus wichtigem Grunde nicht klappt, dann meldet man sich dennoch einmal danach beim Gastgeber, wie es auch eine Person getan hat.

Die Lösung?

Keine After Work Treffs mehr organisieren? Nein, das wäre zu schade, denn wir hatten einen wunderbaren informativen Abend, der sogar noch gute Ansatzpunkte für neue Geschäfte geboten hatte. Ich mache das demnächst so: Es gibt nächstes Mal eine Anmeldegebühr. Und jeder Teilnehmer, der dabei ist, erhält einen Verzehrgutschein in Höhe dieses entsprechenden Betrags. Und wer nicht dabei ist, und nicht rechtzeitig absagt, dem kann nichts zurückerstattet werden.

Ich wünsche Ihnen nunmehr noch eine schöne Woche

Herzlichst

Ihre Karin Schleines